Aller guten Dinge sind drei
2020 und 2021 war er coronabedingt ausgefallen: endlich konnte er stattfinden, der Bezirksbruderschaftstag ausgerichtet von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Neuss-Furth. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Gottesdienst in der Christ-König Kirche, zelebriert vom Präses der Bruderschaft Hans-Günther Korr. Bezirkspräses Michael Offer konnte leider nicht teilnehmen, er fehlte krankheitsbedingt und so galten ihm die besten Genesungswünsche. Überhaupt schien eine Grippewelle die Schützen im Bezirksverband erfasst zu haben, lag die Teilnehmerzahl doch deutlich unter der vergangener Jahre.
Anschließend zogen die Schützen rüber ins Thomas Morus Haus, die gastgebende Bruderschaft hatte sich viel Mühe gegeben und hier adventlich geschmückt und ein reichhaltiges Kuchenbuffet aufgebaut. Bezirksbundesmeister Thomas Schröder und der Further Brudermeister Jochen Hennen begrüßten die Teilnehmer und die Schützenkapelle Neuss-Furth spielte abwechselnd Marschmusik und weihnachtliche Klänge. Ein besonderer Dank galt noch dem ehemaligen 2. Bezirksjungschützenmeister Sebastian Corsten von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Holzbüttgen, der dieses Amt aufgegeben hatte um sich seinen neuen Aufgaben als Brudermeister in Holzbüttgen zu widmen. Schröder lobte insbesondere das Talent von Corsten junge Schützen für neue Aufgaben zu begeistern.
Dann zog die Referentin Dr. Britta Spiess, Leiterin des Neusser Schützenmuseums, die Teilnehmer mit ihrem Vortrag „Eine Expedition in die Vergangenheit. Schützen in der frühen Neuzeit“ in den Bann und berichtete anschaulich über die Entwicklung des Schützenwesens und die ersten frühen Anfänge. So hatten sich vor über 500 Jahren die ersten Vereinigungen gebildet zum Schutz kirchlicher Veranstaltungen und Reliquien und später auch allgemeine Aufgaben zum Schutz vor marodierenden Banden übernommen. Im laufe der Jahrhunderte hatten sich evangelische Zusammenschlüsse nicht behaupten können, die Bruderschaften waren immer katholisch orientiert gewesen und geblieben. Dr. Spiess belegte auch mit Zahlen, dass Schützen damals schon kräftig und ausgiebig feiern konnten.
Die anschließende Hutsammlung erbrachte rund € 400,00 und war für die Opfer der Flutkatastrophe gedacht. So endete ein schöner Nachmittag zum Jahresausklang im Kreise der Schützenfamilie.
Vielen Dank nochmal für die Ausrichtung an die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Neuss-Furth.